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40 Jahre Informationsbüro Nicaragua - 40 Jahre Revolution in Nicaragua

Okt 20, 11:00-Okt 21, 13:00

Tagung und öffent­liche Feier im Kultur­zen­trum die Börse, Wolken­burg 100, 42119 Wuppertal

Das Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua feiert am 20. und 21. Oktober in Wuppertal seinen 40. Geburtstag. Die öffent­liche Geburts­tags­feier verbinden wir mit einem span­nenden Programm mit Gästen aus sozialen Bewe­gungen in Nica­ragua, Honduras und El Salvador.

Natür­lich geht es  dabei um die aktu­ellen Ausein­an­der­set­zungen und die Diskus­sion um die Perspek­tiven einer  Regie­rung,   deren Anspruch die perso­ni­fi­zierte Revo­lu­tion zu sein, von neuen Akteur*innen streitig gemacht wird. Wir möchten aber auch (alte) Konflikte der Land­nut­zung, der Frei­han­dels­po­litik oder des Klima­wan­dels thema­ti­sieren.

In verschie­denen Foren sollen sich die Teil­neh­menden über sinn­volle Formen der Soli­da­rität, über Arbeits­bri­gaden, welt­wärts, macht­kri­ti­sche Bildungs­ar­beit, globale Kampa­gnen und Lite­ra­tur­ar­beit austau­schen. Dazu gibt es ein Rahmen­pro­gramm mit Podi­ums­dis­kus­sion und Musik, einer Ausstel­lung, Videos und Gesprächs­ecken.

Der Tagungs­bei­trag inklu­sive Verpfle­gung beträgt 30€ und der Soli-Beitrag 50€.

Programm und Ablauf­plan:

Samstag 11.00 bis 13.00 Uhr

Eröff­nungs­plenum mit drei Inputs

America Soto Garcia (Gemein­de­ak­ti­vistin, Chon­tales): 40 Jahre Sandi­nismus: Im Span­nungs­feld zwischen Partei, Regie­rung und sozialer Bewe­gung; Dr. Chris­tian Helm (Basel): Die deut­sche Soli­da­ri­täts­be­we­gung im Spiegel der Gezeiten; N.N. (Univer­sität Leon/SOS Nica­ragua): Aktu­elle Situa­tion und Akteurs­feld der Protest­be­we­gung

Samstag 13-14.00 Uhr

Mittag­essen / Pause

Samstag 14-15.45 Uhr

Phase 1 – paral­lele Foren - Poli­tisch-soziale Ausein­an­der­set­zungen in Mittel­ame­rika

  1. Ob Bergbau, Wasser­kraft­werke, export­ori­en­tierte Agrar­in­dus­trie oder Land­nut­zungs­kon­flikte um die Kanal­pro­jekte: Auch in Nica­ragua setzt die Regie­rung im Bündnis mit den Unter­neh­me­rInnen ein extrak­ti­vis­ti­sches, auf den Export ausge­rich­tetes Wirt­schafts­mo­dell um. Was heißt das für die lokale Bevöl­ke­rung, für Klein­bäue­rInnen und für die Umwelt? Welche sozialen Konflikte sind entstanden? Wie orga­ni­sieren sich Umwelt- und Soziale Bewe­gungen und was sind ihre Forde­rungen? (mit Mitglied der Stra­te­gi­schen Gruppe für Umwelt­schutz und Anne Tittor, Univer­sität Jena).
    Mode­ra­tion Evelyn Linde, Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua

  1. Frei­han­dels­po­litik und Konzern­ak­ti­vi­täten. Frei­handel und Konzerne: Frei­han­dels­ver­träge wie CAFTA-DR und das Asso­zi­ie­rungs­ab­kommen mit der Euro­päi­schen Union sollen in Mittel­ame­rika den Außen­handel und das Wirt­schafts­wachstum beleben. Während dem freien Waren­ver­kehr und Inves­ti­tionen verbriefte Rechte einge­räumt werden, sucht man vergeb­lich nach verpflich­tenden Klau­seln für die Einhal­tung der Menschen­rechte. Was sind die Folgen der neoli­be­ralen Politik, von Frei­han­dels­ab­kommen sowie dem Vorgehen trans­na­tio­naler Konzerne? Was heißt das für klein­bäu­er­liche Land­wirt­schaft, für Ernäh­rungs­sou­ve­rä­nität und für lokale oder indi­gene Gemein­schaften? Dabei sollen auch mögliche Alter­na­tiven aus Perspek­tive der sozialen Bewe­gungen aufge­zeigt werden (mit Ever­ardo Ulises Perez Piche vom Red Ambi­en­ta­lista Comu­ni­ta­rios, El Salvador).
    Mode­ra­tion Klaus Heß, Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua

  1. Repres­sion in Mittel­ame­rika: Statt die Belange und die berech­tigte Kritik der betrof­fenen Menschen ernst zu nehmen, reagieren staat­liche Insti­tu­tionen mit Repres­sion, wenn sich lokale Gemeinden gegen Bergbau- oder Wasser­pro­jekte in Mittel­ame­rika zur Wehr setzen. Am Beispiel der Selbst­or­ga­ni­sa­tion der Gari­funa-Gemeinden an der Kari­bik­küste von Honduras gegen Tourismus-Mega­pro­jekte oder geplante „Sonder­ent­wick­lungs­zonen“ (Modell­städte) wollen wir uns über Formen der neoko­lo­nialen Enteig­nung austau­schen und heraus­ar­beiten, welche Bedeu­tung terri­to­riale Rechte und stra­te­gi­sche Güter, wie Gemein­de­land für lokale Gemeinden und den Erhalt ihrer Kultur und Lebens­weise haben; mit Aurelia Martina Arzú Rochez Vize-Koor­di­na­torin der Orga­ni­za­ción Fraternal Negra Hondu­reña (OFRANEH);
    Mode­ra­tion Samuel Weber, Ökume­ni­sches Büro München

  1. Perspek­tiven der demo­kra­ti­schen Protest­be­we­gung: Ausge­hend von den aktu­ellen Protesten sind in Nica­ragua neue Akteure auf den Plan getreten. Sie haben ihre eigenen Orga­ni­sa­tions- und Koor­di­na­ti­ons­formen geschaffen und sich mit den tradi­tio­nellen sozialen Bewe­gungen in der alianza civica zusam­men­ge­schlossen. Was ist ihre poli­ti­sche Perspek­tive ange­sichts der Repres­sion gegen die Proteste, welche Program­matik verbindet sie und wie agieren sie im inter­na­tio­nalen Umfeld (mit America Soto Garcia, Nica­ragua und N.N.);
    Mode­ra­tion Barbara Lucas, Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua

Samstag 15.45 bis 16.15 Uhr

Kaffee / Pause

Samstag 16.15 bis 18.00 Uhr

Phase 2 – paral­lele Foren - Formen von Soli­da­rität und Austausch

  1. Soli­da­ri­täts­bri­gaden – Welt­wärts: Seit der Arbeits­bri­ga­den­kam­pagne der 80er Jahre haben sich soli­da­ri­sche Reise­formen ausdif­fe­ren­ziert. Wie war die Zusam­men­ar­beit früher und was ist davon zurück­ge­blieben? Was können Brigaden heute leisten? Warum gehen Jugend­liche nach Nica­ragua, welche Rolle spielt man dort? Wie ist die Perspek­tive nica­ra­gua­ni­scher Orga­ni­sa­tionen zu auslän­di­schen Frei­wil­ligen? Sind sie eine Hilfe? Wie sehen Bezie­hungen zwischen Orga­ni­sa­tionen und Frei­wil­ligen aus? Haben Welt­wärts-Dienste eine beson­dere entwick­lungs­po­li­ti­sche Bedeu­tung? (mit Samuel Weber, Ökume­ni­sches Büro und Klaus Heß, Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua)

  1. Macht­kri­ti­sche Bildungs­ar­beit: In dem zwei­stün­digen Work­shop wollen wir einen Einblick in die Praxis der (außer)schulischen Bildungs­ar­beit des Info­büros geben. Dabei stellen wir einmal unsere Metho­den­hefte „Foku­s­café Latein­ame­rika“ vor, die die Themen Migra­tion, Kolo­nia­lismus und Rassismus, Wirt­schaft, Menschen­rechte und Klima­wandel und Umwelt­kon­flikte behan­deln und nähern uns in einem zweiten Schritt dem Thema „Macht­kritik“ an, da dieser Ansatz eine wich­tige Rolle in unserer Bildungs­ar­beit spielt. Dafür werden wir einige unserer Methoden durch­spielen und sie dann unter dem Fokus „Macht­kritik“ disku­tieren. In der Diskus­sion sind die Erfah­rungen mit und Perspek­tiven auf macht­kri­ti­sche Bildungs­ar­beit der Teilnehmer*innen gefragt. Mit Katrin Konrad, Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua

  1. In Nica­ragua zerstören die Auswir­kungen der Klima­krise bereits heute die Lebens­grund­lage von Menschen. Soli­da­risch zu handeln heißt, die Ursa­chen der Klima­krise zu stoppen. Der Ausstieg aus der Kohle­ver­stro­mung in Deutsch­land ist eine notwen­dige Maßnahme auf dem Weg zur globalen Klima­ge­rech­tig­keit. Wir lernen den Begriff der Klima­ge­rech­tig­keit kennen und disku­tieren verschie­dene Möglich­keiten, sich hier und in Nica­ragua für Klima­ge­rech­tig­keit einzu­setzen. Mit Evelyn Linde, Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua

  1. Rechts­hilfe, Menschen­rechts­ar­beit und Schutz vor Repres­sion. Neue Formen von Soli­da­rität. In der Arbeits­gruppe sollen die bishe­rigen Erfah­rungen der Soli­da­ri­täts­ar­beit seit dem 19.4.2018 ausge­wertet, an Erfah­rungen mit Aktionen zu anderen Ländern ange­knüpft und prak­ti­sche Perspek­tiven für die kommenden Monate entwi­ckelt werden, mit Barbara Lucas, Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua und Vertreter*nnen aus Nica­ragua

Samstag 18.00−19.00 Uhr

Abend­essen / Pause

Samstag ab 19.00 Uhr

Die Diskus­sion und die Feier am Sams­tag­abend sind für alle Inter­es­sierten ohne Anmel­dung und ohne Teil­nah­me­ge­bühren öffent­lich.

Gruß­worte von Hermann Schulz (Autor, Vereins­mit­be­gründer), Video­bot­schaften aus dem In- und Ausland. Podi­ums­dis­kus­sion „Welche Perspek­tive hat der Sandi­nismus und was heißt das für die Soli­da­ri­täts­be­we­gung“: Fish­bowl mit alten und neuen Akti­vis­tInnen der Soli­da­ri­täts­be­we­gung,

Samstag ab 20.30 Uhr

Konzert mit Band „Capito Si“ und anschlie­ßend Disco

Sonntag 9.00−11.30 Uhr

Offenes Format - gemüt­li­ches Früh­stücks­buffet, Ecken für Gesprächs­an­ge­bote,

- Film: Wir haben damals geglaubt hier was verän­dern zu können!

- Lite­ra­tur­work­shop mit Lutz Kliche,

Sonntag 12.00 – 16.00 Uhr

Treffen der Nica­ragua-Gruppen - Verein­ba­rungen für die weitere Arbeit.

Infos und Anmel­dung:

Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua

0202-300030

info@informationsbuero-nicaragua.org

!Wichtig !

Bitte gebt an, an welchen Foren/Workshops ihr teil­nehmen möchtet.
Die Zahl der mögli­chen Teil­neh­me­rInnen pro Forum ist begrenzt.

 

 

Sagt auch gerne zu unserer Face­book-Veran­stal­tung zu.

Details

Beginn:
Okt 20, 11:00
Ende:
Okt 21, 13:00

Veranstalter

Informationsbüro Nicaragua e.V.
Telefon:
0202-300030
E-Mail:
info@informationsbuero-nicaragua.org
Website:
http://www.infobuero-nicaragua.org/

Veranstaltungsort

Die Börse
Wolkenburg 100
Wuppertal, Deutschland
Website:
https://www.dieboerse-wtal.de/kontakt/anfahrt.htm