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Gewalt von oben - Alternativen von unten – wie geht’s es weiter in Nicaragua?

Jan 16, 19:30-22:00

Riesige Wald­brände im Regen­wald des Natur­re­ser­vats Indio Maíz waren
Auslöser für ökolo­gi­sche und soziale Proteste, gewalt­same
Ausein­an­der­set­zungen und staat­liche Repres­sionen, die sich seit April über
ganz Nica­ragua verbreitet hatten. Die Regie­rung ermu­tigte immer mehr
Siedler von der Pazi­fik­seite, das Land indi­gener Völker inmitten der
geschützten Natur­re­ser­vate in Besitz zu nehmen.
Entgegen dem vermeint­li­chen Anspruch, die Natur­re­ser­vate im tropi­schen
Regen­wald an der Atlan­tik­küste zu schützen, weigerte sie sich,
inter­na­tio­nale Hilfe für die Lösch­ar­beiten aus den Nach­bar­län­dern
anzu­nehmen, und trug dadurch zur weiteren Vernich­tung bei.

Bereits das Projekt des ca. 140 km langen inter­ozea­ni­schen Kanals durch
den Nica­ra­guasee hat die betrof­fenen Campe­sino-Fami­lien in den
vergan­genen 6 Jahren dazu gebracht, ihre Fincas gegen das Eindringen der
chine­si­schen Land­ver­messer und Lizenz­nehmer zu vertei­digen. Während
der Revo­lu­tion in den 1980er Jahren hatten sie dieses Land in der
Agrar­re­form erhalten. Heute wird es ihnen wieder wegge­nommen.
Groß­flä­chige Abhol­zungen trocknen Flüsse aus; ganze Dörfer werden
verlassen. Der globale Klima­wandel kommt verschär­fend hinzu.
Elba Rivera hat in über 30 Jahren einige nach­hal­tige und lang­fris­tige
Projekte im tropi­schen Feucht­re­gen­wald aufge­baut. Sie studierte u.a.
Pädagogik und Politik und hat in Nueva Guinea die erste Montessori-Schule
Nica­ra­guas gegründet, in der Kinder von Bauern­fa­mi­lien zu kriti­schem
Denken, Über­nahme von Verant­wor­tung und inter­dis­zi­pli­närem Lernen und
Arbeiten anregt werden.
Als Pionierin des ökolo­gi­schen Land­baus in der Region konnte sie
zusammen mit lokalen Unter­stüt­zern hunderten Campe­sinos nach­hal­tige
Methoden des ökolo­gi­schen Land­baus für die Klima­zone des feuchten
Regen­waldes vermit­teln und sie auch bei der Vermark­tung ihrer Produkte
unter­stützen.
Elba Rivera vertritt die nica­ra­gua­ni­schen Umwelt­or­ga­ni­sa­tionen auf der
Welt­kli­ma­kon­fe­renz in Katto­witz (Polen) im Dezember 2018 und bezieht
Stel­lung gegen die klima­schäd­liche Regie­rungs­po­litik Nica­ra­guas.
Matthias Schindler hat als lang­jäh­riger Nica­ragua-Akti­vist – u.a.
Mitbe­gründer der Städ­te­part­ner­schaft Hamburg-Leon - die Hinter­gründe
zur aktu­ellen Lage in Nica­ragua unter­sucht. Die Proteste in Nica­ragua
haben deut­lich gemacht, dass große Teile der Bevöl­ke­rung nicht mehr
bereit sind, die Mach­tu­sur­pa­tion und die Einschrän­kungen der Meinungsund
Demons­tra­ti­ons­frei­heit länger zu ertragen.
Schindler setzt sich kritisch mit den Argu­menten der letzten Ortega-
Unter­stützer ausein­ander: Was ist übrig vom Sandi­nismus und der FSLN?
Ist in Nica­ragua ein fami­li­en­geführtes Terror­re­gime entstanden?
Auf der Veran­stal­tung wollen wir auch darüber disku­tieren, welche
Schluss­fol­ge­rungen wir für mögliche kommu­nale Part­ner­schaften. ziehen
können.

Einla­dungs­flyer

 

Details

Datum:
Jan 16
Zeit:
19:30-22:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
, , , ,

Veranstalter

Informationsbüro Nicaragua e.V.
Projekt „Lateinamerika: Global – Nachhaltig“, Menschenrechtsprojekt des Allerweltshaus e.V.
Städtepartnerschaftsverein Köln/Corinto

Veranstaltungsort

Allerweltshaus e.V.
Körnerstraße 77-79
Köln, 50823
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