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Klimagerechtigkeit: Entwicklung jenseits von Wachstum und Weltmarkt- Ursachen und Lösungsansätze für den Klimawandel aus der Perspektive kleinbäuerlicher Organisationen in Zentralamerika

Okt 18, 19:00-21:30

In Zentral­ame­rika ist der Klima­wandel längst Realität. Mit dessen Folgen müssen sich die Menschen Jahr für Jahr ausein­an­der­setzen. Extreme Dürre, Über­schwem­mungen und immer wieder auftre­tende Wirbel­stürme bedrohen das Leben vor allen der Klein­bäue­rinnen und Klein­bauern. 

Weil bezwei­felt werden muss, dass die inter­na­tio­nale Gemein­schaft Willens und in der Lage ist, dem Klima­wandel etwas entge­gen­zu­setzen, werden die Menschen in Zentral­ame­rika selbst aktiv. Durch eine intel­li­gente diver­si­fi­ziere Land­wirt­schaft (Stich­wort: Nach­hal­tiges Leben / Agro­öko­logie) versu­chen sie zum einen die Risiken unvor­her­seh­barer Wetter­phä­nomen abzu­mil­dern. Zum zweiten tragen sie durch das Pflanzen von schat­ten­spen­denden Bäumen und einer orga­ni­schen Land­wirt­schaft zu einer Wieder­auf­fors­tung, Verän­de­rung des Mikro­klimas und der Gesun­dung der Böden bei. Der Aufbau eines Klima-Netz­werkes und lokalen von der Bevöl­ke­rung betrie­benen Mess­sta­tionen hilft, um die Aussaat und Anbau­pro­dukte optimal an die erwar­teten Nieder­schlags­mengen anzu­passen. Land­wirt­schaft, Umwelt- und Klima­schutz bilden dadurch keinen Gegen­satz mehr, sondern ergänzen sich gegen­seitig.

Auf der Veran­stal­tung werden zwei Referent*innen aus Nica­ragua (Kommu­nal­be­we­gung-Mata­g­alpa) und El Salvador (MOVIAC / ACUDESBAL – Region Bajo Lempa) darüber berichten, wie ein auf Export und Wachstum basiertes Wirt­schafts­mo­dell die ökolo­gi­sche Krise und den Klima­wandel in Zentral­ame­rika verur­sacht bzw. verschärft haben. Bei dem Ansatz einer ökolo­gi­schen klein­bäu­er­li­chen nach­hal­tigen Land­wirt­schaft in Zentral­ame­rika hingegen geht es auch darum, mit diesem Entwick­lungs­mo­dell zu brechen. So wird eine Trans­for­ma­tion dahin­ge­hend ange­strebt, dass die Menschen ihre Produk­tion in erster Linie darauf ausrichten, sich und ihre Fami­lien sicher, gesund und nach­haltig versorgen zu können. Produk­ti­ons­über­schüsse werden dann eher auf lokalen Märkten verkauft. Das macht die Menschen weniger abhängig von schwan­kender Nach­frage und Preisen auf den Welt­märkten und nährt dabei die Hoff­nung, den Klima­wandel über­leben zu können. Ergänzt werden die globalen Erfah­rungs­be­richte durch die Gele­gen­heit zum Gedan­ken­aus­tausch dazu, was dieses Umdenken auch für uns in Wuppertal/der Region bedeuten kann.

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Thementag Klima­ge­rech­tig­keit am 19.10. 10-18 Uhr Bildungs­forum, Robertstr.5a, Wuppertal

Mit den Klimaaktivist*innen aus Mittel­ame­rika und den betei­ligten Orga­ni­sa­tionen wollen wir disku­tieren, wie wir zusammen arbeiten und was wir in Europa und Wuppertal tun können. Wie kommen wir zum Einstieg in eine Post­wachs­tums­ge­sell­schaft, wie zu einer Ernäh­rungs­wende und zu einer gerech­teren Rohstoff­po­litik? Was heißt das für die EU- Handels- und Agrar­po­litik? Wie muss eine lokale Agenda gestaltet werden?

Veran­stalter: BUND, Falken Bildungs- und Frei­zeit­werk Bergisch Land und Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua e.V.

Mitwir­kende und weitere Unter­stützer: Bergi­sche Bürger­En­ergie-Genos­sen­schaft, FIAN, Green­peace, Klimage­werk­schafter, Klimanetz­werk, Städ­te­part­ner­schafts­verein Wuppertal-Mata­g­alpa, Wupper­taler Akti­ons­bündnis gegen TTIP und andere Frei­han­dels­fallen

Finan­ziert u.a. aus Mittel des:

Details

Datum:
Okt 18
Zeit:
19:00-21:30
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
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Veranstalter

Informationsbüro Nicaragua e.V.
Telefon:
0202-300030
E-Mail:
info@informationsbuero-nicaragua.org
Website:
https://www.infobuero-nicaragua.org/

Veranstaltungsort

Wuppertal, Färberei