Unterstützen und Mitmachen

Spenden für das politische Engagement gegen die Repression in Nicaragua

Macarena musste im September Managua verlassen und ist seitdem in Wuppertal. Die junge Frau setzte sich in Nica­ragua für eine demo­kra­ti­sche und gerechte Zukunft ein. Das ist das Verbre­chen, für das sie der Staat verfolgt.

Ihr Zuhause musste Macarena bereits kurz nach Beginn der massiven Proteste gegen das Regime von Daniel Ortega und Rosario Murillo verlassen. Weil sie bereits im April mutig auf die Straße ging und Teil der Studie­ren­den­pro­teste war, tauchte sie unter. Die Flucht ins Ausland ist teuer aber auch die Flucht inner­halb des Landes ist kost­spielig. Macarena brachte auch andere Menschen in sichere Häuser und versorgte diese mit Reis und Bohnen. Für die Verletzten an den Univer­si­täten orga­ni­sierte sie Medizin. Dabei war sie nicht allein. Ihre Freund*innen Carla und Victor wurden nun gefangen genommen und wegen „Terro­rismus“ ange­klagt. Davor unter­stützten sie selbst Fami­lien der poli­tisch Gefan­genen. Die Ange­hö­rigen brau­chen Geld für die Reise zu den Gefäng­nissen. Viele verlieren ihre Arbeit und müssen trotzdem sich und die Gefan­genen mit Essen versorgen. Die Menschen brau­chen Geld um ihr Leben und ihre Unver­sehrt­heit zu schützen und zu vertei­digen.

Das Enga­ge­ment von Menschen wie Macarena ist drin­gend auf Spenden ange­wiesen. Das Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua pflegt seit Jahren vertrau­ens­volle Bezie­hungen zu sozialen Bewe­gungen in Nica­ragua. Dadurch kennen wir nicht nur Menschen in der Haupt­stadt, sondern auch in den anderen Regionen des Landes. Die Spenden für Anti-Repres­sion errei­chen somit auch Menschen jenseits der Zentren.

Macarena sagt, dass ihr poli­ti­sches Enga­ge­ment hier in Deutsch­land weiter­geht. Sie will den Menschen erzählen, wie sie und ihre Freund*innen sich gegen die schreck­liche Gewalt in ihrem Land einsetzen. Die Akti­vistin wünscht sich, dass die Menschen in Deutsch­land zuhören und Aktivist*innen wie Carla und Victor unter­stützen. Darum bitten wir Euch hiermit ganz herz­lich: Jeder Euro ist wert­voll. Bitte spendet jetzt für das poli­ti­sche Enga­ge­ment gegen die Repres­sion in Nica­ragua!

Spendet an:

Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua e.V.

IBAN DE56 3305 0000 0000 9767 38

Stich­wort: Anti-Repres­sion

PS: Egal wie viel – Jeder Euro hilft den Menschen in Nica­ragua in ihrem Kampf für Demo­kratie und Gerech­tig­keit. Spende jetzt!

Hintergründe zum Spendenaufruf

Macarena wurde in Nica­ragua wegen ihres poli­ti­schen Akti­vismus verfolgt und musste deshalb nach Deutsch­land fliehen. Sie möchte ihre Situa­tion dafür nutzen, um auf die Gescheh­nisse in Nica­ragua aufmerksam zu machen und die inter­na­tio­nale Öffent­lich­keit zu errei­chen. Im Gespräch mit dem Infor­ma­ti­ons­büro schil­derte sie ihre Sicht­weise auf die  bereits mehr als 5 Monate andau­ernde - sozio­po­li­ti­sche Krise:

Eine andau­ernde Unsi­cher­heit bestimme das Leben der Menschen, sagt Macarena. Seit dem 18. April protes­tieren die Menschen in Nica­ragua gegen das Ortega-Murillo Regime und fordern die Demo­kra­ti­sie­rung des Landes, die Aufklä­rung der began­genen Menschen­rechts­ver­let­zungen und den Rück­tritt der Regie­rung Ortega-Murillos. Bislang ohne Erfolg. Sie erklärt, dass die Polizei und para­mi­li­tä­ri­sche Gruppen die Protest­be­we­gung weiterhin massiv unter­drü­cken und dabei mit brutaler Gewalt vorgehen. Während des Konflikts starben bisher 314 Menschen und mehrere Tausend wurden verletzt (CENIDH). Trotzdem bleibe die Protest­be­we­gung aus der Zivil­ge­sell­schaft stand­haft und stehe furchtlos für ihre Meinung ein, so Macarena. Sie betont den Mut der Menschen ange­sichts der Repres­sion, die auch gerade durch die Ände­rung des Gesetzes der Meinungs­frei­heit und der Einfüh­rung des neuen Anti-Terro­rismus-Gesetzes (No. 977) ausgeht.

 

Als Aktivist*in ist Macarena über die Situa­tion der poli­ti­schen Gefan­genen aus erster Hand infor­miert. Sie berichtet über die die grau­en­haften Bedin­gungen in Haft, bei der Gewalt, sexu­elle Über­griffe und Folter an der Tages­ord­nung stehen. Die Gefan­genen bekommen außerdem nur etwas zu essen, wenn ihre Fami­lien dafür aufkommen, da das bereit gestellte Essen unge­nießbar ist. Tausende Aktivist*innen mussten inner­halb des Landes in Sicher­heits­häu­sern unter­tau­chen und leben in stän­diger Angst entdeckt zu werden. Macarena betont, wie wichtig es sei, den zivilen Wider­stand zu unter­stützen und hofft dabei auch auf eine inter­na­tio­nale soli­da­ri­sche Unter­stüt­zung. Das Leben auf der Flucht – inner­halb und außer­halb des Landes – ist kost­spielig. Den Aktivist*innen fehlt es an finan­zi­ellen Mitteln, um über­haupt eine Grund­ver­sor­gung mit Lebens­mit­teln und Medi­ka­menten gewähr­leisten zu können. Außerdem müssen viele, die nicht das Glück haben kostenlos vertei­digt zu werden, für die Anwalts­kosten in Prozessen privat aufkommen, so Macarena.

 

Macarena hebt auch die gravie­renden wirt­schaft­li­chen Auswir­kungen durch die Krise hervor: Bisher wurden mehr als 340.000 Menschen entlassen und es gab einen allge­meinen Einbruch der Wirt­schaft, da die Haupt­be­reiche – wie Tourismus und auslän­di­sche Inves­ti­tionen – wegge­fallen sind (El País). Macarena sorgt sich, dass sich die Situa­tion in Nica­ragua zu einem Bürger­krieg zuspitzen könnte.

Mitmachen

Das Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua ist eine offene poli­ti­sche Gruppe mit einer ehren- und haupt­amt­li­chen Struktur.

Wir trefen uns regel­mäßig zu gemein­samen Büro­sit­zungen und dem Nica­ragua Arbeits­kreis. Dabei befassen wir uns mit aktu­ellen poli­ti­schen Themen, den Entwick­lungen in Nica­ragua und planen Veran­stal­tungen und Publi­ka­tionen. Wir freuen uns über jede ehren­amt­liche Mitar­beit! Schreib uns gerne, wenn du Inter­esse hast beim Nica AK oder der BüSi mitzu­ma­chen.

Außerdem gibt es die Möglich­keit ein Prak­tikum zu absol­vieren. Sende uns bei Inter­esse zunächst bitte eine form­lose Anfrage per E-Mail.

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Fördermitglied des Nora Astorga e.V. werden

Der Förder­verein Nora Astorga e.V. unter­stützt partei­un­ab­hän­gige Basi­s­in­itia­tiven, die sich aktiv und soli­da­risch für die Menschen in Mittel­ame­rika einsetzen. Sein Schwer­punkt ist die Unter­stüt­zung des Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua e.V. Du kannst Förder*in werden!

Nora Astorga war eine der heraus­ra­genden Frauen der nica­ra­gua­ni­schen Revo­lu­tion. Sie war 1977 als trei­bende Kraft an der Grün­dung von AMPRONAC, der Vorläu­ferin der sandi­nis­ti­schen Frau­en­or­ga­ni­sa­tion AMLAE betei­ligt. Die orga­ni­sierten Frauen waren ein Eckpfeiler im Kampf gegen die Somoza-Dika­tatur. Nach dem Sturz Somozas übte die Juristin hohe Posi­tionen in der Justiz­ver­wal­tung aus und reprä­sen­tierte das Land als Außen­mi­nis­terin. Sie starb 1988 an Krebs.

Der Förder­verein Nora Astorga e.V. unter­stützt das Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua durch den Aufbau eines Netz­werkes von Förder*innen. Du kannst Förder­mit­glied werden und die Arbeit des Infor­ma­ti­ons­büros Nica­ragua mit monat­lich 10 ‚- Euro (oder mehr) unter­stützen! Schreib uns bitte, wenn du Förder­mit­glied werden möch­test.

Spenden

In Zeiten knapper werdender Mittel (Einstel­lung der Förde­rung durch öffent­liche Mittel; knapper werdende Projekt­zu­schüsse etc.) sind wir zuneh­mend auf Spenden für unsere Öffent­lich­keits- und Infor­ma­ti­ons­ar­beit ange­wiesen. Spenden an den Verein Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua sind steu­er­ab­zugs­fähig.

Betreff: Öffent­lich­keits­ar­beit
IBAN: DE47 3305 0000 0000 9636 11
BLZ 330 500 00
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SWIFT-BIC: WUPSDE33

Spen­den­konto Projekte in Nica­ragua
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Rechts­hilfe in Mittel­ame­rika:
IBAN: De83 3305 0000 0000 9171 79