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Von Engels gelernt? Linke Utopien und Praxis in Lateinamerika: Zur Transkulturation politischer Modelle

9. Sep 2020, 12:00-11. Sep 2020, 13:00

Latein­ame­rika gilt als Expe­ri­men­tier­feld für neue poli­tisch-ökono­mi­sche Ansätze. Neue soziale Be-wegungen orga­ni­sieren sich als terri­to­riale bzw. kommu­ni­täre Bewe­gungen, in Verfas­sungen wer-den pluri­na­tio­nale Staaten und Rechte für die Natur fest­ge­schrieben. Gleich­zeitig haben sich in ver-schie­denen Ländern linke bzw.sozialistische Regie­rungen jenseits tradi­tio­neller Parteien konsti­tu­iert, die aus sozialen bzw. revo­lu­tio­nären Bewe­gungen hervor­ge­gangen sind. Die Ideen von Fried­rich Engels werden dabei aufge­griffen, an kultu­relle Kontexte ange­passt und in einem Trans­kul­tu­ra­ti­ons­pro­zess verwan­delt. Das 21. Jahr­hun­dert hat nicht nur eine Fülle neuer Konzepte hervor­ge­bracht, um diese Realität des Austauschs von Waren und Ideen zu charak­te­ri­sieren, sondern auch eine neue Form sozialer Utopien in Latein­ame­rika, die meist quer zu den genannten Regie­rungen stehen. Was bleibt am Ende des progres­siven Zyklus für den Sozia­lismus des 21. Jahr­hun­derts? Wie inter­agieren poli­ti­sche Theorie und poli­ti­sche Praxis? Gibt es neue Utopien für die Verge­sell­schaf­tung der Produk­tion in den Händen neuer produk­tiver Subjekte (soli­da­ri­sche Ökonomie, besetzte Betriebe)? Welche Rolle können kommu­ni­täre Bewe­gungen, Bürger­haus­halte oder räte­ähn­liche Comunas für die Fort­ent­wick­lung direkter Demo­kratie spielen? Wie kann das Wech­sel­spiel zwischen poli­ti­scher Macht und sozialen Bewe­gungen orga­ni­siert werden? Wie lässt sich die Emer­genz popu­lis­ti­scher Regie­rungs­struk­turen vermeiden?

Ziel­gruppen:
• Bürger­schaft: Engels als Denker, Utopist und Prak­tiker und Impuls­geber für die Bürger­schaft in trans­kul­tu­reller, post­ko­lo­nialer und deko­lo­nialer Perspek­tive wieder­ent­de­cken
• Wissen­schaft: Die prak­ti­sche Erfah­rung und theo­re­ti­schen Impulse aus Latein­ame­rika für die poli­ti­sche Refle­xion und wissen­schaft­liche Fort­ent­wick­lung sozia­lis­ti­scher Regie­rungs­model-le nutzbar machen
• Poli­tisch-soziale Bewe­gungen: Theo­re­ti­sche Frage­stel­lungen und prak­ti­sche Lösungskon-zepte zwischen Akteur*inn*en sozialer Bewe­gungen aus Latein­ame­rika und Europa austau-schen
Für den Fach­kon­greß sind als Referent*innen sowohl latein­ame­ri­ka­ni­sche als auch deut­sche Akti-vistInnen bzw. Bewe­gungs­for­sche­rInnen vorge­sehen, als Teil­neh­mende und Mitdis­ku­tie­rende sind beson­ders Stipen­diaten ange­spro­chen und inter­es­siertes Publikum für die allge­meine Teil­nahme. Es wird mit ca 150 Teil­neh­menden (50 Studie­rende, 10 Stipen­diaten, 30 Wissen­schaftler, 60 Inte-ressierte) gerechnet.
Beginn 9. September, 12 Uhr; Ende 11. September 13 Uhr;
Öffent­liche Podi­ums­dis­kus­sion am 10.9., 19.30 Uhr: Linke Utopien und ihre Praxis in Latein­ame­rika. Mit: Ulrich Brand (Univer­sität Wien), Vertreter*innen der poli­ti­schen Stif­tungen und von Bewe­gungen

Ausschrei­bung Engels­ta­gung

Verbind­liche Anmel­dung: Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua Tel. 0202-300030 oder info@informationsbuero-nicaragua.org

 

Details

Beginn:
9. Sep 2020, 12:00
Ende:
11. Sep 2020, 13:00
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Veranstalter

Bergische Universität Wuppertal
Informationsbüro Nicaragua e.V.

Veranstaltungsort

Gästehaus der Bergischen Universität Wuppertal, Vortragssaal
Rainer-Gruenter-Str. 3
42119 Wuppertal,
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