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Von Engels gelernt? Linke Utopien und Praxis in Lateinamerika: Zur Transkulturation politischer Modelle

9. Sep, 12:00-11. Sep, 13:00

Lateinamerika gilt als Experimentierfeld für neue politisch-ökonomische Ansätze. Neue soziale Be-wegungen organisieren sich als territoriale bzw. kommunitäre Bewegungen, in Verfassungen wer-den plurinationale Staaten und Rechte für die Natur festgeschrieben. Gleichzeitig haben sich in ver-schiedenen Ländern linke bzw.sozialistische Regierungen jenseits traditioneller Parteien konstituiert, die aus sozialen bzw. revolutionären Bewegungen hervorgegangen sind. Die Ideen von Friedrich Engels werden dabei aufgegriffen, an kulturelle Kontexte angepasst und in einem Transkulturationsprozess verwandelt. Das 21. Jahrhundert hat nicht nur eine Fülle neuer Konzepte hervorgebracht, um diese Realität des Austauschs von Waren und Ideen zu charakterisieren, sondern auch eine neue Form sozialer Utopien in Lateinamerika, die meist quer zu den genannten Regierungen stehen. Was bleibt am Ende des progressiven Zyklus für den Sozialismus des 21. Jahrhunderts? Wie interagieren politische Theorie und politische Praxis? Gibt es neue Utopien für die Vergesellschaftung der Produktion in den Händen neuer produktiver Subjekte (solidarische Ökonomie, besetzte Betriebe)? Welche Rolle können kommunitäre Bewegungen, Bürgerhaushalte oder räteähnliche Comunas für die Fortentwicklung direkter Demokratie spielen? Wie kann das Wechselspiel zwischen politischer Macht und sozialen Bewegungen organisiert werden? Wie lässt sich die Emergenz populistischer Regierungsstrukturen vermeiden?

Zielgruppen:
• Bürgerschaft: Engels als Denker, Utopist und Praktiker und Impulsgeber für die Bürgerschaft in transkultureller, postkolonialer und dekolonialer Perspektive wiederentdecken
• Wissenschaft: Die praktische Erfahrung und theoretischen Impulse aus Lateinamerika für die politische Reflexion und wissenschaftliche Fortentwicklung sozialistischer Regierungsmodel-le nutzbar machen
• Politisch-soziale Bewegungen: Theoretische Fragestellungen und praktische Lösungskon-zepte zwischen Akteur*inn*en sozialer Bewegungen aus Lateinamerika und Europa austau-schen
Für den Fachkongreß sind als Referent*innen sowohl lateinamerikanische als auch deutsche Akti-vistInnen bzw. BewegungsforscherInnen vorgesehen, als Teilnehmende und Mitdiskutierende sind besonders Stipendiaten angesprochen und interessiertes Publikum für die allgemeine Teilnahme. Es wird mit ca 150 Teilnehmenden (50 Studierende, 10 Stipendiaten, 30 Wissenschaftler, 60 Inte-ressierte) gerechnet.
Beginn 9. September, 12 Uhr; Ende 11. September 13 Uhr;
Öffentliche Podiumsdiskussion am 10.9., 19.30 Uhr: Linke Utopien und ihre Praxis in Lateinamerika. Mit: Ulrich Brand (Universität Wien), Vertreter*innen der politischen Stiftungen und von Bewegungen

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Verbindliche Anmeldung: Informationsbüro Nicaragua Tel. 0202-300030 oder info@informationsbuero-nicaragua.org

 

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Beginn:
9. Sep, 12:00
Ende:
11. Sep, 13:00
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Veranstalter

Bergische Universität Wuppertal
Informationsbüro Nicaragua e.V.

Veranstaltungsort

Gästehaus der Bergischen Universität Wuppertal, Vortragssaal
Rainer-Gruenter-Str. 3
42119 Wuppertal,
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