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Vor sieben Jahren Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch eingestürzt; Aktionstag in Wuppertal geplant

24. Apr

Am 24. April 2013 starben bei dem bisher größten Unfall in der internationalen Textilindustrie mehr als tausend Menschen. Industrie und Regierung haben seitdem höhere Sicherheitsstandards in Bangladesch durchgesetzt. Der Preiskampf in der Modebranche verhindert aber globale Verbesserungen. Der achtstöckige Fabrikkomplex Rana Plaza stürzte ein und begrub tausende Menschen unter sich. Mehr als 5.000 Arbeiterinnen und Arbeiter befanden sich in den zahlreichen Textilwerkstätten, die in dem Gebäude neben Geschäften und einer Bank untergebracht waren. 1.136 von ihnen starben in Folge des verheerenden Unfalls, über 2.000 wurden verletzt. Schon am Tag vor dem Unglück wurden Risse in dem Gebäude entdeckt, viele Menschen wurden jedoch gezwungen, ihre Arbeit fortzusetzen. Sie hatten hauptsächlich Kleidung für den Export produziert, unter anderem für europäische Modefirmen wie Primark, Benetton, Mango, C&A und auch deutsche Unternehmen wie KiK oder Adler beziehungsweise deren Zulieferer. Es verloren nicht nur viele Menschen ihr Leben; tausende Familien standen plötzlich vor dem wirtschaftlichen Abgrund, da die verunglückten Näherinnen oft Alleinverdienerinnen waren. Absicherungen, wie etwa Versicherungen gegen die Folgen von Arbeitsunfällen, existierten zu diesem Zeitpunkt in Bangladesch nicht (Bundeszentrale für Politische Bildung).

Es war dies der Beginn einer weltweiten Debatte über Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie. Am 24. April 2020, dem Jahrestag, planen wir in Wuppertal vielfältige Aktionen. Was genau stattfinden soll, werden wir hier ankündigen. Bitte haltet Euch den Tag frei und beteiligt Euch zahlreich!

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Datum:
24. Apr