Infobüro bei der Kampagne für ein Neues Lieferkettengesetz dabei!

Einstür­zende Textil­fa­briken, Kinder- und Zwangs­ar­beit auf Plan­tagen und im Bergbau, Zerstö­rung von Lebens­grund­lagen im Rohstoff­abbau: Menschen­rechts­ver­stöße und Umwelt­zer­stö­rung durch Unter­neh­mer­ak­ti­vi­täten sind keine Ausnahme – auch in den welt­weiten Liefer­ketten deut­scher Unter­nehmen.

Um Konzerne für ihr Handeln verant­wort­lich machen zu können, braucht es einen gesetz­li­chen Rahmen. Mit dieser Über­zeu­gung haben sich Gewerk­schaften, Kirchen und Orga­ni­sa­tionen aus den Berei­chen Menschen­rechte und Entwick­lungs­zu­sam­men­ar­beit, Umwelt, Fairer Handel und Unter­neh­mens­ver­ant­wor­tung in der „Initia­tive Liefer­ket­ten­ge­setz“ zusam­men­ge­schlossen. Ein Gesetz, das Unter­nehmen verpflichten würde, Menschen­rechte und Umwelt­stan­dards in ihren Liefer­ketten zu achten, ist längst über­fällig. Der Ansatz, dass Unter­nehmen allein durch frei­wil­lige Initia­tiven für Verän­de­rung sorgen sollen, ist offen­sicht­lich geschei­tert. Die poli­ti­sche Chance, ein Liefer­ket­ten­ge­setz zu errei­chen, ist jetzt. Nun braucht es poli­ti­sches Enga­ge­ment und eine stär­kere öffent­liche Aufmerk­sam­keit für das Thema - mit Stra­ßen­ak­tionen, durch Film­vor­füh­rungen und Diskus­si­ons­runden, mit Besu­chen bei Politiker*innen, in sozialen Medien. Das Info­büro Nica­ragua macht mit bei der Kampagne, die im September 2019 gestartet ist, u.a. mit Veran­stal­tungen in Wuppertal:

  • so bei einer Veran­stal­tung über die Textil­pro­duk­tion in Bangla­desch zusammen mit den Falken,
  • bei einer Klei­der­tausch­börse vor dem Primark­ge­bäude,
  • bei einem Poli­ti­schen Früh­stück am 10.11. zur Hand­lungs- und Akti­ons­pla­nung
  • und bei einer weiteren Klei­der­tausch­börse im und vor dem Infor­ma­ti­ons­büro Nica­ragua am 30.11. (Samstag), 11-15 Uhr. 
  • Für 2020 haben wir die Einla­dung einer nica­ra­gua­ni­schen Gewerk­schaf­terin aus der Textil­branche geplant.

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