Abgeschlossene Projekte

Ehemalige Kampagnen


Über Tank und Tellerrand hinaus

Im Jahr 2009 erhielten wir bei Reisen in Nicaragua und in Gesprächen mit Partner*innenorganisationen erste Hinweise: In Gebieten mit Zuckerrohrplantagen häuften sich Todesfälle aufgrund von Erkrankungen an chronischer Niereninsuffizienz. Der Anstieg der Produktion von Zuckerrohr und Palmöl aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Agrosprit hat in Zentralamerika fatale Folgen.

Im Rahmen der Kampagne “Über Tank und Tellerrand hinaus” informierten wir über die Zusammenhänge von Agrosprit und Landgrabbing am Beispiel Nicaragua (und anderer mittelamerikanischer Länder). Außerdem beleuchteten wir in Vorträgen und auf der Projektseite die sozial-ökologischen Auswirkungen der Agrotreibstoffproduktion. 2013 publizierten wir in der Tageszeitung (TAZ) eine Beilage., die auch in Spanisch bei unseren Partnerorganisationen verbreitet wurde. 

Auf der Projektseite finden sich weiterhin aktuelle Hinweise zu Monokulturen in Mittelamerika und dem Bemühen um nachhaltiges Wirtschaften..

Ausstellungsprojekte


Somos Iguales – Eine Ausstellung zu Sexismus in Nicaragua und Deutschland

Was ist eigentlich Sexismus und wie sind Menschen in Nica­ragua und in Deutschland davon betroffen? Was gibt es über­haupt für femi­nis­tische Initia­tiven für Gleichberechtigung?
Die Ausstellung Somos Iguales („Wir sind gleich“) zeigt, wo uns Sexismus überall begegnet – ob in der Schule, auf der Arbeit oder auf der Straße. Vorge­stellt wird ein buntes Spektrum von kriti­schen Thea­ter­gruppen, über selbst­or­ga­ni­sierte Migran­tin­nen­bünd­nisse bis hin zu Frau­en­häusern und zeigt die gemein­samen Visionen femi­nis­ti­scher Kämpfe hier und in Nica­ragua auf.
Die aus diesem Anlass erstellte Wander­aus­stellung besteht aus zehn Tafeln und richtet sich insbe­sondere (auch) an Jugend­liche und Erwachsene, die sich bisher noch nicht mit der Thematik beschäftigt haben.
Du möchtest die Ausstellung auch in deiner Stadt? Sprich uns an!
Bei Interesse und für Bestel­lungen bitte wenden an:
info[at]informationsbuero-nicaragua.de

Überlebenswelten 2.0

Die 2012 konzipierte Ausstellung über-lebens-welten 2.0 zeichnet über sechs Jahre Lebenswege von Menschen in Nicaragua nach - einem Land, in dem mit der sandinistischen Regierung zwar Sozialprogramme aufgelegt werden, aber mit dem Abschluss des mittelamerikanischen Freihandelsabkommens CAFTA weiterhin neoliberale und nicht menschenwürdige Ziele die Wirtschaftspolitik bestimmen. In Bildern, Texten und Filmen geben insbesondere Frauen in prekären Beschäftigungsverhältnissen im informellen Sektor der Städte, auf dem Land und in den Weltmarktfabriken sehr persönliche Antworten auf diese Herausforderungen der Überlebensökonomie und die Frage, ob die Krise eine Auswirkung hat/te.

Die Wanderausstellung über -lebens-welten 2.0 kann bei uns ausgeliehen werden. Weitere Informationen zur Ausstellung; https://www.infobuero-nicaragua.org/ueber-lebens-welten-2-0/

Katalog und DVD: https://www.infobuero-nicaragua.org/shop/ueber-lebens-welten-2-0/

Tagungsprojekt


digital_real: Zur Digitalisierung und ihren materiellen Grundlagen in Deutschland und Zentralamerika (2018)

Das Tagungsprojekt wählte einen am Alltag orientieren Zugang um die digitale Transformation greifbar zu machen. Wir wollten diskutieren, ob diese bestehende globale Ungleichheiten verschärft oder ob sie mit einer kritischen Perspektive auf globale Zusammenhänge eine Chance darstellt. Wie muss die digitale Transformation gestaltet werden, damit sie eine globale gerechte Vernetzung ermöglicht? Dazu hat das Informationsbüro Nicaragua Aktive aus der Netzpolitik, dem entwicklungspolitischen Kontext und der Klimagerechtigkeitsbewegung eingeladen, gemeinsam zu überlegen, wie sie Digitalisierung für ihre politische Bildungs-, Informations- oder Kampagnenarbeit definieren und welche Handlungsperspektiven daraus entstehen.
Die Tagung schuf einen Raum zur Vernetzung und zum voneinander lernen: Welche Rolle spielen Informations- und Kommunikationstechnologien im Alltag? Was sind die materiellen Grundlagen der Digitalisierung? Welche sozialen und ökologischen Folgen kann der Rohstoffbedarf für digitale Technologien hervorrufen? Wie organisieren sich von Bergbau betroffene Menschen? Ein Mitglied der Strategischen Gruppe für Umweltschutz teilt an beiden Tagen ihre Perspektive und Erfahrung aus Nicaragua. Die Referentin berichtet, wie sich Digitalisierung dort gestaltet und wie sich die Menschen aus Rancho Grande erfolgreich gegen ein Bergbauprojekt organisierten. Diese Perspektive soll mit Erfahrungen aus der Region in Dialog treten, weshalb wir den Blick auch nach Deutschland richten. Für die Zukunft ist es auch relevant, wie sich der Stromverbrauch der Digitalisierung gestaltet. 

Projekte im Feld des Globalen Lernens


Otros Mundos (2012 - 2013)

In den Jahren 2012/2013 führten wir im Rahmen des Projektes Otros Mundos Workshops für Schulklassen und Jugendgruppen in NRW und den angrenzenden Bundesländern durch. In den Workshops erarbeiteten sich Jugendliche mit Hilfe interaktiver und parti­zipativer Übungen die Themen "Geschichte und Klischees", "Wirtschaft und ungerechter Welthandel", "Migration", "Die Eine Welt" und "Klimawandel und Umweltkonflikte". Daneben boten wir bundesweite Multiplikator*innen-Seminare für interessierte Lehrer*innen und politischen Bilder*innen an. durch.

Seit diesem Projekt trägt unser Workshopangebot für junge Menschen auch in den aktuellen Projekten den Namen Otros Mundos.

Projekte zur Entwicklung unserer Bildungsmaterialien


Nuevos Horizontes (2014 - 2015)

Mit dem Projekt «Nuevos Horizontes» entschieden wir uns, die bisher von uns im Jahre 2011 entwickelten Bildungsmaterialien «Fokuscafé Lateinamerika» zu überarbeiten und in einer Neuauflage herauszugeben. In die Überarbeitung flossen unsere eigenen Erfahrungen mit den Bildungsmaterialien in diversen Workshops und Multiplikator*innen-Seminare, Rückmeldungen von Anwender*innen sowie neue Perspektiven und Diskurse in der politischen Bildungsarbeit ein. In den Jahren 2014 und 2015 überarbeitete ein einem Team aus 18 Honorar-Teamer*innen und zwei Projektkoordinator*innen die Werkhefte.

In die Überarbeitung wurden neben dem Werkheftset «Fokuscafé Lateinamerika» (2011) auch das Werkheft «Klimawandel und Umweltkonflikte in Lateinamerika» (2012) sowie die Bildungsbroschüre «Freihandel und Widerstand in Zentralamerika (2009) mit integriert. Bestehende Übungen und Inhalte wurden aktualisiert, überarbeitet und zudem neue Themen und Methoden ergänzt.

Das Ergebnis dieses Arbeitsprozesses wurde in der Werkheftreihe «Fokuscafé Lateinamerika» (2015) veröffentlicht und so Multiplikator*innen und Lehrer*innen für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt. Neben der Entwicklung der Materialien führten wir Tagesworkshops mit Schulklassen und Jugendgruppen durch. Diese Workshops nutzen wir auch, um die neu entwickelten Methoden in der Praxis auszuprobieren und die Rückmeldungen in die weitere Überarbeitung einfließen zu lassen.

Bildungslabor Menschenrechte (2013 - 2014) 

Das Werkheft «Alle frei und alle gleich!? Menschenrechte und soziale Kämpfe» in Lateinamerika wurde 2013 und 2014 entwickelt. In dem Projekt «Bildungslabor Menschenrechte» erarbeiten wir in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Teamer*innen die Methodensammlung. Diese thematisiert, welche Konflikte in Lateinamerika die Menschenrechte bedrohen und wie Menschen sich organisieren, um ihre Rechte zu verteidigen.

Das Werkheft «Menschenrechte und Soziale Kämpfe» kann bei uns für 5 Euro (zuzüglich Versand) bestellt werden.

 

Bildungslabor Lateinamerika – Klimawandel und Umweltkonflikte (2012) 

Im Jahr 2012 fand eine Lern- und Methodenwerkstatt für Multiplikator*innen statt. Im Rahmen dieser Werkstatt wurde auf Basis aktivierender und partizipativer Methoden des Globalen Lernens Workshopkonzepte zum Thema "Klimawandel und Umweltkonflikte" entwickelt. Diese wurden mit Schulklassen und außerschulische Gruppen erprobt. Anschließend wurden die Materialien in einem Werkheft mit dem Titel "Was sind schon zwei Grad mehr?!" (inklusive Material-DVD) veröffentlicht. Das Werkheft "Klimawandel und Umweltkonflikte" wurde 2015 in einer Neuauflage in der Werkheftreihe "Fokuscafé Lateinamerika" herausgegeben.

Fokuscafé Lateinamerika (2011)

2011 gaben wir die Erstauflage des «Fokuscafé Lateinamerika» heraus. Damit stellten wir uns der Herausforderung, ein Workshop-Programm zu verschiedenen Themen der Lateinamerika-Bildungsarbeit zu konzipieren, mit dem es gelingen sollte, insbesondere das Interesse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus unterschiedlichen Kontexten und unabhängig von ihrem individuellen Vorwissen zu gewinnen. Hierzu entwickelten wir Themen und Methoden, die wir in einem einjährigen Prozess mit verschiedenen Zielgruppen erprobten. Es entstanden vier Werkheft zu den Themen Geschichte und Klischees, Wirtschaft und ungerechter Welthandel, Migration, Die Eine Welt.

 Gleich zwei Auszeichnungen erhielt unser Bildungsprojekt Fokuscafé Lateinamerika: Im Rahmen des Bildungskongresses Weltweitwissen 2011 – Grenzen überschreiten in Saarbrücken wurde das Projekt im November 2011 als „herausragendes Beispiel zu Globalem Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Zudem wurde es im Rahmen des Wettbewerbs NRW denkt nachhaltig von der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Sonderpreis Globales Lernen geehrt.

Bildungbroschüre «Freihandel und Widerstand» (2009)

2009 entwickelten wir mit Ehrenamtlichen die Bildungsbroschüre «Freihandel und Widerstand». Damit entstanden die ersten von uns selbst entwickelten Bildungsmaterialien.