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Traum oder Albtraum? Der große interozeanische Kanal Nicaraguas

Das Projekt eines Kanals durch Nicaragua spaltet die Gesellschaft. Für die Einen ist er Arbeitsplatzbeschaffer, für die Anderen zerstört er ihren Lebensraum und die Natur. Die Foliendokumentation ist die Basis eines Vortragsabends des Informationsbüro Nicaragua. Nicaraguakanal-Folien

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Besuch im Protestcamp der Zuckerrohrarbeiter_innen

„Ich bin das Schlimmste, was der Gruppe Pellas passieren kann“ Rundschreiben 2014

Es ist zu einem festen Bestandteil des Stadtbildes Managuas geworden: das Protestcamp der Zuckerrohrarbeiter_innen von Asociación Nicaragüense de Afectados por Insuficiencia Renal Crónica (ANAIRC). Seit vier Jahren besetzen sie einen Grünstreifen neben einer der Hauptverkehrsstraßen im Zentrum der Stadt. Sie kommen aus Chichigalpa im Norden Nicaraguas und arbeiteten dort für das Zuckerrohrunternehmen San Antonio von der Pellas-Gruppe – eine der reichsten Familien Nicaraguas. Auf Grund von Pestizid-Einsätzen und mangelnder Schutzkleidung erkranken viele Arbeiter_innen an Niereninsuffizienz (IRC). Auch ihre Familien sind betroffen, da das Grundwasser ebenfalls vergiftet ist.

Soli-Brigade baut in zwei Gemeinden Nicaraguas

Von der Machete zur Spitzhacke Rundschreiben 2014

Nach drei Vorbereitungswochenenden in Deutschland trafen sich zwölf Brigadistas Anfang August in Matagalpa. Geplant war, drei Wochen lang in der Gemeinde Pancasan mit der Partnerorganisation Movimiento Comunal Nicaragüense Matagalpa (MCM) ein casa comunal, ein Gemeindeaktionszentrum zu errichten. Doch das anvisierte Grundstück hatte kurz zuvor eine allein erziehende Mutter von der Gemeinde bekommen. Janett Castillo vom MCM reagierte schnell und unkompliziert – den enttäuschten Brigadistas präsentierte sie mehrere Alternativen.

5 Jahre ADINJA

„Wir bauen an einem Traum“ von Juan Gabriel Gonzalez Sevilla Rundschreiben 2014

Die Basisorganisation für Kinder und Jugendliche ADINJA (Asociación para el Desarrollo Integral para la Niñez y la Adolescencia) wurde im Frühjahr 2008 von Jugendlichen aus 24 Dörfern der Gemeinden Camoapa und Boaco (Bezirk Boaco)1 gegründet. Die Gründungsmitglieder haben damals an einem Projekt der spanischen Nichtregierungsorganisation (NRO) Ayuda en Accion teilgenommen und waren empört über deren hegemoniale Strukturen, weshalb sie sich zusammengeschlossen und eine eigene Basisbewegung gegründet haben. Der Theaterdramaturg, Gerardo del Socorro Molinares, hatte das paternalistische Verhalten der NRO mit verfolgt und die Jugendlichen gefragt, ob sie nicht bei einem seiner Jugendtheaterstücke mitspielen möchten. So kamen die Mitglieder das erste Mal in Kontakt mit dem Theater und nutzten das neue Wissen für die Gründung von ADINJA.

Interview-Reise der Brigade zum Thema Geschlechterverhältnisse

Zwei Monster und das Dreieck des Bösen Rundschreiben 2014

„Es ist nur ein wenig voran gegangen, aber wir kämpfen weiter.“ Klare Worte gleich zu Beginn der zweiwöchigen Interviewreise der Brigade mit Start in Matagalpa. Blanca Herrera González, die Koordinatorin von der Vereinigung für integrale kommunale Entwicklung ADIC, fasste so die aktuelle politische Situation in Nicaragua anschaulich zusammen. „Wir haben zwei große Monster in Nicaragua, die uns festhalten – das Patriarchat und die Religion“, ergänzte Maria Teresa Castilblanco. Teresa sieht in diesen Monstern die Hauptfeinde gegen ihre jahrelange Arbeit für die Rechte und die Gleichberechtigung der Frauen. Das größte Problem der Frauen in Nicaragua sei die Gewalt, meint Blanca. Diese sei das Produkt des vorherrschenden Patriarchats und des Machismo. Und die Straflosigkeit der Täter ist weiterhin verbreitet.

Movida 1/2002 – Wahl und Wirklichkeit

aus der Movida 1.2002 – Gespräch mit Vilma Nuñez

Vilma Nuñez, die Vorsitzende der nicaraguanischen Menschenrechtsorganisation CENIDH, war im Dezember 2001 zu Besuch im Informationsbüro Nicaragua. Sie diskutierte mit uns ausgiebig über die Wahlergebnisse vom 04. November 2001 und über die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Perspektiven für Nicaragua in der zweiten Regierungsperiode der Liberalen Partei PLC.

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20 Jahre Informationsbüro Nicaragua – 20 Jahre Solidaritätsbewegung

Als ich 1978 in Bonn an meiner ersten Demo gegen die Somoza-Diktatur und für den Abbruch aller diplomatischen Beziehungen teilnahm, hätte ich jeden für verrückt erklärt, der mir gesagt hätte, daß mich dieses Land noch 20 Jahre später beschäftigen würde. In der Tat ist die Nicaragua-Solidarität die längste und dauerhafteste Solidaritätsbewegung in der Geschichte der Republik, eine, die sich, sogar nachdem die Befreiungsbewegung die Macht erlangte, verbreiterte, während andere Solidaritätsbewegungen zusammenbrachen. Eine Solidaritätsbewegung, die selbst eine Wahlniederlage überlebte. Dieser Tage vollenden sowohl die Solidaritätsbewegung als auch das Informationsbüro Nicaragua e.V. ihre 20jährige Existenz. Dies gibt Anlaß, den Bewegungsprozeß zu rekapitulieren.

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Agrosprit und seine Auswirkungen in Nicaragua und anderswo

Agrosprit – ergo Treibstoff aus Pflanzen oder organischen Abfällen – galt lange Zeit als Hoffnungsträger der Energiewende. Mittlerweile ist diese Euphorie etwas verflogen – auch, weil mit zunehmender Kritik von Umweltverbänden und Menschenrechtsorganisationen zunehmend Zweifel an der tatsächlichen „Nachhaltigkeit“ der Nutzung von Energiepflanzen aufkamen. Kritisiert wird insbesondere, dass die gesteigerte Read More